Die Idee der Folge fand ich schon sehr interessant. Natürlich ist es gewagt einen beliebten Charakter wie Kes zum Bösewicht einer Episode zu machen, aber es war ja wohl klar, daß Kes nicht zurückkommen konnte, um mit Janeway Kaffee zu trinken. Doch bei der Umsetzung haperts hier gewaltig. Da Kes Motivation bis kurz vor Schluß nicht wirklich erklärt wird (und selbst da nur sehr wage), bleibt ihre Handlungsweise schwer nachvollziehbar. Auch ist vieles an der Folge geradezu haarsträubend. Zwar wird hier die Vergangenheit verändert, aber es erscheint einem doch im höchstem Maße unglaubwürdig, daß man in all den Jahren nichts davon gehöhrt hat. Und daß Tuvok nicht sofort alles über Naomi Wildman, Seven of Nine oder die Borg-Kinder wußte, als die auftauchten. Es ist aber schön, daß Tuvok in den letzten episoden wieder mehr zu tun hat. Der Konflickt zwischen Kes und Janeway ist schon eine gute Idee, aber der Schlußkampf zwischen den beiden wirkt billig und das Happy-End aufgesetzt. Das Thema der Bedrohung aus der Vergangenheit wurde in "Zeitschiff Relativity" bereits beßer umgesetzt. Und dann kehren auch mal wieder die Viidianer zurück, die keinem mehr Angst und Schrecken einjagen können. Hier wurden leider viele gute Chancen in den Sand gesetzt. Dieser Abgang von Kes ist dem schauspielerischen Talent von Jennifer Lien unwürdig.