Oberste Direktive voll fürn Arsch?

DJ Doena

Admiral
Teammitglied
Warum ich gegen die Prime Directive bin:

- Die Grenze ist willkürlich gezogen
- Sie lässt keine Auslegung zu

So und jetzt ausführlicher:

Schon allein die Grenze ist willkürlich. Angenommen, irgendein MacGuyver würde in seiner Garage heute ein warpfähiges Raumschiff bauen und starten. Was macht uns jetzt fähiger, mit ausserirdischen Zivilsationen zurechtzukommen, als gestern? Sprich: die Grenze ist keine evolutionäre oder zivilisatorische, sondern eine technische. Und wenn gestern unser Planet gestern aufgrund tektonischer Probleme unbewohnbar geworden wäre und uns keiner hätte helfen dürfen, ist das dann morgen kein Problem mehr? Zumal grade das Unbwohnbarkeitsproblem sowieso zusätzliche Fragen aufwirft: Was habe ich davon, mich nicht in die Entwicklung einer Kultur einzumischen, wenn sie aufgrund dieser Nichteinmischung bald tot ist?
 
DJ Doena schrieb:
Was habe ich davon, mich nicht in die Entwicklung einer Kultur einzumischen, wenn sie aufgrund dieser Nichteinmischung bald tot ist?
Es ist wie bei Tieren. Wenn du einer Spinne die Fliege mopst, könnte sie verhungern und evtl. sterben. Dadurch, daß du die Spinne tötest, störst du den natürlichen Kreislauf der Natur.
Könnte doch sein, daß die aussterbende Rasse sich irgendwann zu einem machtanstrebenden Volk entwickelt, daß alle anderen unterwirft/tötet...wie das Volk der Husnok (TNG: Die Überlebenden auf Rana-Vier). Und nicht immer ist ein Kevin Uxbridge da, um sie uns vom Hals zu halten.

Noch ein verrücktes Beispiel: Im Jahr 1932 retten Aliens einer Gruppe von Menschen das Leben. Einer der Menschen heißt Adolf Hitler.

Zur Technik: Bevor wir ziellos auf dem Vulkan knallen, kommen die Vulkanier uns lieber zuvor. Denn früher oder später muss es ja zu einer Begegnung kommen.
 
Der Nexus schrieb:
Könnte doch sein, daß die aussterbende Rasse sich irgendwann zu einem machtanstrebenden Volk entwickelt, daß alle anderen unterwirft/tötet...wie das Volk der Husnok (TNG: Die Überlebenden auf Rana-Vier). Und nicht immer ist ein Kevin Uxbridge da, um sie uns vom Hals zu halten.
Und wie heisst die Direktive, die mir das auch garantiert, wenn ich auf eine bereits warpfähige Spezies treffe? Man schaue sich nur DS9 an: so viele Spezies treten mit anderen in Interaktion, aber weil die alle warpfähig sind, ist das kein Problem?
 
Aber nur weil eine Zivilisation warpfähig ist, heißt das ja noch lang nicht das sie soweit sind. Danach ewrden sie ja eh erst mal beabachtet und es wird festgestellt ob die ganze zivilisation soweit ist, oder nur ein paar Leute.
 
@Mc-Lane: ok, es war vor der Föd, aber die schon eine Weile raumfahrende Zivilisation der Vulkanier scheint von diesem Prinzip in FC nicht viel zu halten. ;)

Ausserdem kannst du kaum verhindern, dass eine warpfähige Spezies zwangsläufig auf Andere trifft, es sei denn du erklärst das Raumgebiet zur Quarantäne-Zone.
 
Oberste Direktive...mhhhh. Wie war das noch - Gesetze sind dazu da um gebrochen zu werden...oder so ähnlich.
Was ich damit sagen will ist, immer wenn es bei ST um die OD geht werden Rechtfertigungen und Ausflüchte generiert die - sagen wir mal - eine harmlose Umgehung eben dieser Direktive initiieren. TNG Staffel 3 - ich weiß den Episodentitel nicht mehr - dort ging es um ein Volk im Vortechnischen Entwicklungsstadium das den Vulkaniern gleichen sollte - oder warens die Romulaner? Ich gehe jetzt mal davon aus das ihr den Inhaltlichen Ablauf der Folge kennt. Nun ich fand es interessant das Ärztliche Authorität die heilige OD ausser Kraft setzen kann. Jedensfalls sehe ich mich durch Doena bestätigt und stelle fest das ich nicht der einzige bin der sich da ein paar Gedanken drüber macht.
 
ohja die OD...bei Voy hing die (nicht) einhaltung ja eh von der Menstruation-Blutung Tante Käthes ab...

OD is wohl ne schlechte bezeichnung. Meiner Meinung nach is es eher ne Richtlinie.
 
Also ich würde auf keinen Fall sagen, dass die OD für den Ar*** ist. Wenn eine Zivilisation Warp entwickelt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie eine anderen Spezies begegnen. Was ist denn, wenn eine Expedition dieser Spezies auf einmal mitten in einen Krieg gerät? Was ist, wenn sie völlig falsche Eindrücke vom Leben außerhalb ihres Sonnensystems bekommen?

Wenn man allerdings einer Pre-Warp Kultur Wissen, das sie nicht haben dürften, gibt, dass könnte das zu einem enormen Ungleichgewicht führen, und den Planeten am Ende vernichten. Stellt euch doch mal den 2. Weltkrieg vor, wenn die Deutschen Phaser, die Amis Photonentorpedos und die Chinesen Kraftfelder gehabt hätten? Es hätte Milliarden Menschenleben gekostet, vielleicht sogar den Planeten unbewohnbar gemacht.

Allerdings hat die OD anscheinend eine fließende Grenze. Zum Beispiel setzt die Omega-Direktive die OD außer Kraft. Und der Captain hat keine zu großen Konsequenzen zu fürchten, wenn er die OD gelegentlich verbiegt.

Janeway ist natürlich ein Spezialfall. Wie man an Captain Ransom und seiner Crew gesehen hat, hätte die Voyager auch anders enden können.

Ach und Doena: Was gibt es denn deiner Meinung nach an der Direktive zu verbessern? Oder sollte man sie ganz abschaffen, damit die Captains ohne Probleme jeder Spezies Hilfe anbieten, Kriege mit Technologie manipulieren etc.

Vielleicht ist eine Kultur auch einfach noch nicht bereit, zu erfahren, dass sie nicht das Zentrum des Universums sind, wie man es in der einen TNG-Folge gesehen hat.
Ich glaube, meine Meinung zur OD ist klar. Aber wenn du so dagegen bist bzw. ihr so dagegen seid, dann sagt doch bitte mal, wie man es besser machen könnte.

Mal ganz davon abgesehen kann keine Direktivensammlung, kein Gesetzbuch alle Situationen, mit denen man im Weltraum konfrontiert wird, umfassen. Deshalb muss jeder Captain früher oder später die erste Direktive interpretieren und vielleicht sogar leicht verbiegen.

Mir fällt auch auf Anhieb keine Situation ein, in der Janeway die OD gebrochen hat. Verbogen, ja. Aber gebrochen?

Greetings,
FTC Admiral Jason Kelp
ftc.8m.net
 
Dr. Tolian Soran schrieb:
TNG Staffel 3 - ich weiß den Episodentitel nicht mehr - dort ging es um ein Volk im Vortechnischen Entwicklungsstadium das den Vulkaniern gleichen sollte - oder warens die Romulaner?
"Der Gott der Mintakaner". Picard's Einmischung hatte zur Folge, daß er von den Leuten - Vulkanier in einem frühen Stadium der Entwicklung - von nun an als Gott verehrt wurde.
Ich fand "Die oberste Direktive" recht interessant. Denn diesmal war es nicht Picard & Co, sondern ein Zivilist (Worfs menschlicher Bruder), der unerlaubt ein ganzes Dorf aufs Schiff beamte, um sie vor einem tödlichen Sturm zu bewahren.
 
DJ Doena schrieb:
@Mc-Lane: ok, es war vor der Föd, aber die schon eine Weile raumfahrende Zivilisation der Vulkanier scheint von diesem Prinzip in FC nicht viel zu halten. ;)
Tja, du solltest dich halt nicht so sehr auf First Contact fixieren, und auch mal an First Contact denlen ;) (Nein, kein Schreibfehler. Diese pfiffigen Autoren haben einfach einer TNG-Folge und dem achten Kinofilm den selben Titel gegeben.)
Als ein Malcorianerin Picard fragt, warum sie heimlich ihren Planeten beobachtet hat, erzählt er ihr folgendes: Als man vor Jahrhunderten den ersten Kontakt zu den Klingonen einleitete, kam es dabei zu katastrophalen Folgen, da man zuwenig über ihre Kultur wusste. Erst daraus lernte man, dass man fremde Völker erstmal im stillen beobachten sollte. (wirklich tolle Geschichte. Wenn sich die Produzenten von ENT auch dran gehalten hätten wäre sie noch besser. Aber zum Glück haben wir ja den Temporalen Kalten Krieg, um so was wieder auszubügeln.) Von ähnlichen Einrichtungen hört/sieht man in: "Der Gott der Mintakaner", "Erster Kontakt", "Die oberste Direktive", und ST9
Der Kontakt Vulkanier/Menschen ist damit also gar nicht zu vergleichen.

Dr. Tolian Soran schrieb:
TNG Staffel 3 [...] Nun ich fand es interessant das Ärztliche Authorität die heilige OD ausser Kraft setzen kann.
Wo hast du den so was gehört?
Ah, halt, ich glaub, ich weis auf welche Stelle du dich beziehst.
Du meinst diesen Mintakaner, der allen erzählt er hätte 'den Picard' gesehen, nachdem er von Crusher verarztet wurde. Stimmst?
Nun, in diesem Fall übersiehst du aber eine winzige Kleinigkeit: Der Mintakaner wurde nur deshalb verletzt, weil er einem Stromstoß vom defekten Beobachtungsposten abbekam. Ein Beobachtungsposten der Föderation, der ganz bestimmt nicht zur normalen Entwicklung des Planeten gehört.
Mit anderen Worten: Verletzung: Eingriff. Behandlung: Behebung des Eingriffes.
Zusätzlich hat Crusher dann ja auch noch sein Gedächtnis gelöscht, damit er keine Erinnerungen behält die er nicht haben dürfte... Dass dies anschließend nicht so ganz geklappt hat war dann natürlich weniger schön

Jason Kelp schrieb:
Wenn man allerdings einer Pre-Warp Kultur Wissen, das sie nicht haben dürften, gibt, dass könnte das zu einem enormen Ungleichgewicht führen, und den Planeten am Ende vernichten.
Ein wirklich gutes Argument. Was ein einem solchen Fall passieren könnte sieht man ja auch sehr gut in VOY: Friendship One (Ja Leute, ihr dürft mich jetzt ruhig schlagen)
Da schickten die Menschen des 21.Jahrhundet eine Sonde los, die nebenbei auch die Baupläne für überlichtschnelle Raumschiffe samt Antimaterie beinhalten (man will ja in Kontakt mit fremden Kulturen treten) und was macht natürlich dass erst beste Volk was diese Sonde findet? Richtig, sei baut diese Technik nach. Kann damit aber nicht umgehen, und verstrahlt mal so nebenbei ihren halben Planeten.

DJ Doena schrieb:
Was habe ich davon, mich nicht in die Entwicklung einer Kultur einzumischen, wenn sie aufgrund dieser Nichteinmischung bald tot ist?
Auch in diesem Fall möchte ich wieder auf eine bestimmte Folge verweisen. Diesmal auf ENT: Lieber Doktor.
Wie sagte hier Phlox doch so schön: Wie würden sich wohl die Menschen fühlen, währe vor Jahrmillionen Außerirdische auf ihrem Planeten gelandet und hätten den Neandertalern einen Vorteil verschafft?


Wahrscheinlich ist die Erste Direktive nicht perfekt. Aber ich habe bisher auch noch keinen besseren Vorschlag gehört.
 
Tribble-Freund schrieb:
Wo hast du den so was gehört?
Ah, halt, ich glaub, ich weis auf welche Stelle du dich beziehst.
Du meinst diesen Mintakaner, der allen erzählt er hätte \'den Picard\' gesehen, nachdem er von Crusher verarztet wurde. Stimmst?
Nun, in diesem Fall übersiehst du aber eine winzige Kleinigkeit: Der Mintakaner wurde nur deshalb verletzt, weil er einem Stromstoß vom defekten Beobachtungsposten abbekam. Ein Beobachtungsposten der Föderation, der ganz bestimmt nicht zur normalen Entwicklung des Planeten gehört.
Mit anderen Worten: Verletzung: Eingriff. Behandlung: Behebung des Eingriffes.
Zusätzlich hat Crusher dann ja auch noch sein Gedächtnis gelöscht, damit er keine Erinnerungen behält die er nicht haben dürfte... Dass dies anschließend nicht so ganz geklappt hat war dann natürlich weniger schön.

Jupp Du hast es auf den Punkt gebracht - genau das meinte ich. Ich fand den Dialog zwischen Picard und Crusher interessant. Picard pochte auf die OD und Crusher konterte mit der Verpflichtung der Ärztlichen Hilfe. Nun irgendwie verstehe ich das schon .... schwierig schwierig... Jedenfalls wie hier schon werwähnt wird die OD oft "verbogen".

Allerdings kann ich die in diesem Thread vertretende Meinung - das es sich bei der OD um eine Richtlinie handeln soll - nicht teilen.

Ich zitiere aus der Hauptdirektive:

"Beim Kontakt mit einem Planeten, der in seiner Entwicklung zu einer technologischen Zivilisation Fortschritte macht, ist es einem Offizier der Raumflotte untersagt, sich in die gesellschaftliche Entwicklung des Planeten einzumischen, Hinweise über den Weltraum, andere Planeten oder fortgeschrittenere Zivilisationen zu geben."
Das kann keine Richtline sein, eher eine klare Anweisung bzw. ein Gesetz. Aber Gesetze kann man ja bekanntlicherweise auch biegen.

Siehe 2 Direktive:

"Unter keinen Umständen, auch nicht, um sich oder das Leben seiner Besatzung zu beschützen, darf ein Offizier der Raumflotte einer intelligenten Lebensform vorsätzlich Schaden oder Verletzungen zufügen, außer wenn solch eine Handlung im Interesse der Hauptdirektive benötigt wird."
Ich beziehe mich wieder auf die Folge "Der Gott der Mintakaner". Also das war ja wohl dann ein grober Verstoß und im Sinne der HD kann das ja auch nicht gewesen sein.
 
kleiner Tip:
Lest mal das Buch "Das Rätsel der Fazi". Speilt ENT. es wird der Erstkontakt zu prewarp und warpfähigen Spezies behandelt.
 
Diese Direktiven sind wohl eher Verhaltensregeln zur Orientierung als Gesetze. Ansonsten hätten sich Kirk, Picard und Co. ja für jede dieser schiefgegangenen Missionen vor Gericht rechtfertigen müssen.

Die zweite Direktive finde ich auch nicht so richtig einleuchtend, ging es doch den Captains immer vorrangig um das Wohl ihrer Besatzung.
Das würde ja bedeuten, dass man einerseits sein Schiff überhaupt nicht verteidigen darf, sollte es von einer intelligenten Lebensform angegriffen werden, andererseits aber die Einhaltung der HD über dem Leben einer solchen Lebensform steht :hardy:

Und diese ausformulierten Direktiven sind ja sowieso höchstens semi-canon oder?
 
MtH schrieb:

Die zweite Direktive finde ich auch nicht so richtig einleuchtend, ging es doch den Captains immer vorrangig um das Wohl ihrer Besatzung.
Das würde ja bedeuten, dass man einerseits sein Schiff überhaupt nicht verteidigen darf, sollte es von einer intelligenten Lebensform angegriffen werden, andererseits aber die Einhaltung der HD über dem Leben einer solchen Lebensform steht :hardy:


In der zweiten Direktive steht allerdings dass man nicht VORSÄTZLICH einer intelligenten Lebensform Schaden zufügen darf, sich zu verteidigen ist etwas ganz anderes.
Ich bin mir sicher dass die OD von der neu gegründeten Föderation ursprünglich als strenges Gesetz entworfen wurde, nach den vielen Jahren und Erfahrungen aber einfach nicht der Realität entspricht. Gesetze sind nun mal Theorie, da muss es nicht wundern wenn sie auch mal in Grenzsituationen verbogen werden. Aber die OD als Richtlinie zu bewerten ist imho falsch. Richtlinien sind unverbindlich und eine Verletzung selbiger wäre viel zu einfach zu rechtfertigen. Bei einem Gesetz steht man jedesmal vor der Entscheidung ob die jeweilige Situation ein überschreiten zulässt.
Bei einer Richtlinie würde nur das eigene Gewissen entscheiden und das muss nicht immer richtig sein.
 
Jo, bei uns is irgendnen Typ übers Wasser gelatscht und die Mintakaner haben halt den Picard? Who cares?

Meine Begründung ist doch: niemand weiss, was die Zukunft bringen wird. Also ist es genauso müßig zu spekulieren, was passiert, wenn man sich einmischt, wie, wenn man sich nicht einmischt.

Und ich rede auch nicht davon, mal eben bei den Neandertalern einzufallen und ihnen M16 zu schenken. Aber wenn man - wie in TNG "Brieffreunde" oder die oben erwähnte ENT "Lieber Doktor" - eine ganze Spezies sterben lässt, nur um sich nicht einzumischen, dann empfinde ich das als zutiefst unmoralisch - und ja, da steht das (mögliche) Entwicklungspotenzial einer anderen Spezies erstmal hinten an. Zumal beiden Rassen in beiden Folgen geholfen worden wäre, wenn sie schon warpfliegen könnten? Das ist doch schwachsinnig.

Ich störe mich nicht so sehr an der Direktive an sich, ich störe mich an der IMHO ganz abstrus willkürlich gezogenen Linie und der eigentlich nicht vorhandenen Auslegungsmöglichkeit, denn schließlich wurden in TNG "Das Standgericht" Picard seine Übertretungen sehr wohl vorgehalten, sprich: er hat sie in seiner Akte zu stehen.


Anderes Beispiel: Präwarpzivilisation. Zivilisation 6 Milliarden. Eine Pandemie bricht aus. Enterprise könnte helfen, darf aber dank OD nicht. Bis auf 50 Millionen sterben alle (der Rest: natürliche Immunität). 100 Jahre späte haben die Überlebenden eine Warpzivilisation und haben Kontakt mit der Föd. Und beim stöbern in alten Berichten über ihr System finden sie die Logbücher. Unbd weil sie auch ein sehr stolzes Volk sind, is die K*cke am dampfen.
 
Dem Gen-Pool wirds auf jeden Fall gut getan haben.


Allerdings verstehe ich die unflexible einstellung der Föd nicht.

Grade bei sowas wie Seuchen brauch man doch nur einem der Wissenschaftler dort die "Lösung" zu stecken, bzw den Weg aufzuzeigen der dort hinführt. Alternativ Undercover Teams die dort Agieren und die Therapie bereitstellen.
 
@mugen-trek

Unter keinen Umständen, auch nicht, um sich oder das Leben seiner Besatzung zu beschützen,* darf ein Offizier der Raumflotte einer intelligenten Lebensform vorsätzlich Schaden oder Verletzungen zufügen, außer wenn solch eine Handlung im Interesse der Hauptdirektive benötigt wird."

Hab mal die entsprechenden Stellen hervorgehoben. D.h. wenn eine intelligente Lebensform das Leben der Mannschaft gefährdet, muss man doch in manchen Fällen vorsätzlich Gewalt anwenden um sie zu schützen! Der Vorsatz besteht ja darin, dass man es zum Schutze tut, ansonsten könnte man diesen Satzteil (*) in der Direktive auch ruhig weglassen.

@DJ Doena

Wahrscheinlich ist doch, dass es im bekannten Raum unzählige primitive Zivilisationen gibt, da käme man ja aus dem Einmischen gar nicht mehr raus, wenn nur ein Bruchteil dieser Welten von Seuchen befallen wird, die eben auftreten, wenn man technisch und medizinisch weniger weit entwicklet ist.

Da die hoch überlegene Föderation jedoch darüberhinaus wohl fast jede Krankheit heilen kann, die für die Bewohner dieser Welten noch unheilbar ist, wo soll man da die Grenze ziehen?

Soll man eine solche Welt einerseits von einer Seuche befreien und andererseits ihnen das Wissen über sichere Krebs-Heilungsmethoden verweigern?

In vielen Fällen könnte man nur durch direkten Kontakt helfen, schon ein Problem ansich, da die Spezies wohl nicht mal weiß, ob sie nicht doch alleine im Kosmos ist. Sie würde erwarten, dass sie mehr bekommt und an dieser tollen neuen Welt teilhaben darf, die eigene technische Entwicklung würde behindert bzw. zumindest beeinflußt.

Auch hier könnte man keine Grenze ziehen und das ist entscheidend!
Soll man einer Gesellschaft im Computerzeitalter helfen, eine unheilbare Krankheit (die in der medizinisch hochentwickelten VFP als harmlos gilt) zu besiegen, aber gleichzeitig zuschauen wie in einer mittelalterlichen Zivilisation die Personen an Seuchen sterben, die nur durch mangelnde Hygiene entstehen. Denn möglicherweise verhindert man durch sein Eingreifen ja, dass die selbstständige Entwicklung einer Heilmethode ihre Wissenschaft nach vorne bringt...

Gerade diese Möglichkeit spricht auch gegen eine "geheime" Heilung!
Man nimmt der Gesellschaft ja praktisch die Gelegenheit ihre eigenen Probleme zu lösen und sich zu entwickeln
 
Mir ist gerade ein Buch eingefallen das ich vor einiger Zeit einmal gelesen habe. Darin ging es um das Verhalten der Menschheit, wenn sie plötzlich außerirdische Artefakte unbekannten Ursprungs entdecken. Um es kurz zu machen, alles lief darauf hinaus, dass die menschliche Wirtschaft zusammenbrach und nur noch der Erwerb außerirdischer Artefakte etwas zählte. Der Forscherdrang versiegte und wir durch das Wissen ersetzt, dass es da draußen Wesen gibt, die in der Lage sind uns zu besuchen, Dinge zu hinterlassen, ohne das wir etwas merken oder etwas über ihre Herkunft erfahren.
Um das jetzt mal auf die OD umzumünzen: Würde man einer nicht so weit entwickelten Zivilisation in irgendeiner Weise helfen, sebst wenn es geheim ist, könnte dass zu den gleichen Folgen führen wie in dem Buch "Picknick am Wegesrand". Und das wäre ebenfalls moralisch untragbar. Vieleicht schafft man es die Seuche zu bekämpfen, oder was auch immer, dafür ist aber die Gefahr sehr groß, dass sie irgendwann durch die entstandene Lethargie zu Grunde gehen.

@MtH

Hm, scheint als hättest du Recht. Sehr verwirrend. :konfus:
 
Bin auch der Meinug das es eher eine Richtlinie ist, und einen sinn hat sie auch, siee fremde Technologie oder so. also die macher haben sich schon gedanken darüber gemacht.
 
Ich persönlich halte die Oberste Direktive für sehr sinnvoll.
Es wurde die Frage gestellt, warum gerade das Vorhandensein des Warp-Anrtiebs als Kriterium gewählt wurde, dies sei doch willkürlich.
Das sehe ich vollkommen anders!
  • Hat eine Spezies den Warp-Antrieb entwickelt, so ist der Kontakt dieser Spezies mit anderen Spezies nur noch eine Frage der Zeit, hierbei ist es für die Föderation sinnvoller, dies in einem kontrollierten Rahmen und unter freundschaftlichen Bedingungen zu versuchen.
  • Das Entwickeln des Warp-Antriebs ist desweiteren aber auch eine gigantische Anstrengung. Es handelt sich hierbei eben nicht nur um ein bißchen technischen Know-how, welches hier benötigt wird. Kein McGyver könnte solch ein Projekt allein durchziehen. Selbst die gesamte Phoenix Foundation kann vermutlich nicht die Mittel für ein WarpSchiff aufbringen, obwohl sie annährnd über unendliche Mittel verfügt... ;)Man muss hier riesige Anstrengungen aufbringen, die etwas darüber aussagen, ob eine Zivilisation bereit ist, allein für die Erkundung des Weltraums Unmengen an Arbeitszeit und Ressourcen aufzuwenden. Hiermit ist offensichtlich auch eine hohe soziale Reife nötig.
  • Der dritte Punkt in dieser Hinsicht hängt stark mit dem zweiten zusammen: Ist die Zivilisation überhaupt bereit, sich einzugestehen, dass es andere Wesen im Universum gibt, mit denen sie Kontakt aufnehmen wollen (vgl. Malkorianer in First Contact). Auch diese Qualifikation müssen sie zum Entwickeln eines Warp-Schiffes aufbringen.
Insofern ist die Grenze aus der obersten Direktive nicht willkürlich, sondern sehr überlegt gewählt.

Originally posted by DJDoena:
Aber wenn man - wie in TNG "Brieffreunde" oder die oben erwähnte ENT "Lieber Doktor" - eine ganze Spezies sterben lässt, nur um sich nicht einzumischen, dann empfinde ich das als zutiefst unmoralisch - und ja, da steht das (mögliche) Entwicklungspotenzial einer anderen Spezies erstmal hinten an. Zumal beiden Rassen in beiden Folgen geholfen worden wäre, wenn sie schon warpfliegen könnten? Das ist doch schwachsinnig.
Des sehe ich anders. Wenigstens in der letzteren Folge gehe ich nicht davon aus, dass die Föderation geholfen hätte, wenn diese Zivilsation warp-fähig gewesen wäre. Schließlich unterdrückt hier diese Spezies eine zweite gleichwertige Spezies. Ich denke, dass die Föderation hier im Falle des Vorhandenseins eines Warp-Antriebs darauf bestanden hätte, dass erst die gesellschaftlichen Konflikte gelöst werden.
 
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