Eine kleine Fortsetzungsgeschichte

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[Tobbi]

Guest
„Logbuch des Chefingenieurs Geordie LaForge, Nachtrag. Die Enterprise hat vor wenigen Minuten die Susperion-Verwerfung erreicht. Auf Grund der berüchtigten Gefahren in diesem Raumbereichs, wie Partikelfontänen oder Neutroneneruptionen, müssen wir einige Modifikationen am Rumpf, den Deflektoren und anderen Systemen vornehmen. Ich treffe mich zu diesem Zweck im Techniklabor 23 mit Commander Data.“

Das besondere am Technik-Labor waren die vielen kompakten Konsolen, deren Streben nicht wie üblich fest im Boden verankert waren, sondern auf Schienen montiert waren. Bei einigen ragten die Streben sogar aus der Decke, wo sich ebenfalls Schienen befanden. Das ermöglichte eine individuelle Auswahl und Anordnung der benötigten Panels.
Commander Data hatte ein halbes Dutzend Panels in einem Halbkreis um sich herum angeordnet, einige niedriger und andere in Kopfhöhe.
Er beendete seine Schwindel erregende Hochgeschwindigkeitseingabe und wandte sich zu einer jungen, exotisch aussehenden Frau mit hochgesteckten, schwarzen Haaren, die gerade an ihm vorbei ging. „Lieutenand Shanti?“ Sie hielt inne und erwiderte: „Ja, Commander?“ „Könnten sie sich bitte um diese Spezifikationen kümmern?“ Data nahm ein Padd aus der Halterung einer der Konsolen und überreichte sie dem Lieutenand. Sie nickte lächelnd. „Natürlich, Sir.“ Auf der anderen Seite des Raums zischte es laut. Datas Sicht war durch die Konsolen versperrt, aber er wusste, dass sein Freund Geordie eingetroffen war. Geordie war im ersten Moment irritiert von dem Anblick. Er konnte nur Datas Beine unter einer regelrechten Wand aus Konsolen hervorragen sehen. Er zog die Augenbrauen zusammen und meinte zögernd: „Data?“ Der Android schob die beiden Konsolen auseinander, die direkt vor seinem Gesicht hingen und schaute lächelnd durch das entstandene Loch. „Guten Morgen, Geordie.“ „Morgen!“ gab Geordie etwas lustlos zurück und begann unwillkürlich zu gähnen. „Einen Kaffe?“ „Gerne.“ Data schritt zu einem Replikator und begann mit einem seltsamen Grinsen auf dessen Eingabefeld zu tippen. In einer blauen Funkenkaskade und begleitet von dem unverkennbaren Summen materialisierte eine Tasse mit dem Starfleet-Emblem. Data zog sie aus dem Replikator und reichte sie seinem Freund, der sie mit beiden Händen entgegennahm. „Danke!“ Geordie konzentrierte sich gerade auf einige Daten, anstatt auf seinen Kaffee. Data schien das nicht zu gefallen und begann ihn zu drängen: „Nun?“ „Was denn?“ „Wollen sie ihn nicht trinken?“
Erwartungsvoll beobachtete der Android, wie Geordie seine Tasse ansetze. Data grinste und Geordie legte die Stirn in Falten. Er setzte wieder ab. Er warf einen verwirrten Blick in die Tasse, in der die dampfende, schwarze Flüssigkeit schwappte, überlegte einen Moment und drehte sie dann vorsichtig um, bis der Boden oben war und die Öffnung unten. Der Kaffe dachte gar nicht daran, hinaus zu fließen. Data stieß einen kurzen, erfreuten Lacher aus und meinte dann amüsiert: „Reingefallen!“ „Reingefallen? Was soll den das Ganze?“ Immer schmunzelnd begann Data eine Erläuterung. „Wie sie wissen, beschäftige ich seit langem mit dem Studieren alter irdischer Traditionen. Dabei bin ich auf einen besonders amüsanten Brauch gestoßen!“ Er begann wieder breit zu grinsen. „Er nennt sich Aprilscherz!“
„Ist das ihr Ernst?“ Geordie lachte kurz auf „ Hören sie, Data! Früher mögen solche Scherze die Menschen amüsiert haben, aber heutzutage sind wir doch viel zu reif, um uns am Schaden anderer zu erfreuen!“ Für einen Moment verschwand Datas Lächeln. Da kam Lieutenand Shanti vorbei. Sie blieb stehen, zeigte an Geordie vorbei und meinte dann erstaunt: „Sehen sie mal, Mister LaForge! Was soll denn der dematerialisierte Plasmacontainer hier?“ Geordie drehte sich auf dem Absatz. „Was? Wo?“ Sie begann zu schmunzeln. „April! April!“ Auch Data grinste jetzt wieder und lobte: „Ein dematerialisterter Plasmacontainer! Der war gut, Lieutenand. Aber mein Scherz mit der Gravitationslinse war auch nicht schlecht!“ meinte Data und tippte an Geordies Kaffeetasse. „Man muss sich halt was einfallen lassen, Sir! Der Klassiker mit dem Wassereimer über der Tür funktioniert ja heute nicht mehr!“ Geordie seufzte und sagte: „In Ordnung, lassen wir jetzt diesen Blödsinn! Kümmern wir uns lieber um die Modifikationen.“ „Wie sie meinen, Geordie.“

„Logbuch des Captains, Sternzeit 50324,9. Die Susperion-Verwerfung. Eine instabile Ausdehnung voller kollabierender Sterne und unberechenbarer Raumverzerrungen, mitten im erforschten Föderationsraum. Schon viele Schiffe aller möglichen Völker scheiterten bei dem Versuch, sich auch nur in ihre äußeren Bereiche zu wagen. Und nachdem ihr vor fünfzig Jahren ein halbes Dutzend Föderationsschiffe zum Opfer gefallen waren, erklärte man Susperion zum Sperrgebiet. Doch seit einiger Zeit ist die Föderation der Ansicht, dass es ihren modernen Raumschiffen möglich sein müsste, relativ gefahrlos in sie vorzudringen. Da kam es der Starfleet gerade Recht, das sich die Enterprise auf Grund des Patrouillendienstes bei Andoria in der Nähe der Verwerfung aufhielt. Obwohl ich nicht frei von Sorgen um mein Schiff und die Crew bin, empfinde ich doch Vorfreude. Denn bald werden wir zum ersten Mal dahin vorstoßen, wo wirklich noch niemand gewesen ist.“

Captain Picard stand am Fenster seines Bereitschaftsraumes und beobachtete, wie einen der gewaltigen Ausläufer der Verwerfung gerade wabernd und glühend in Millionen Kilometern Entfernung an der Enterprise vorbeizog. Der abgedunkelte Raum wurde von einem Leuchten erfüllt, das langsam von einem gleißendes Weiß in ein heißes Gelb überging. Anblicke wie dieser waren einer der Gründe Picards, sich noch immer den Strapazen des Raumreisens zu unterwerfen.
„Riker an Picard! Kommen sie bitte sofort auf die Brücke! Wir haben eine dringende Nachricht von der Sternenflotte aufgefangen.“ Picard seufzte und wandte sich vom Fenster ab. Bevor er erneut wegen eines Missions-Kommuniques auf die Brücke eilte, wollte er nachhaken, ob nicht auch Riker es entgegennehmen konnte. „Welche Priorität, Nummer Eins?“ Als die blecherne Stimme aus dem Lautsprecher für einen Moment verstummte, runzelte Picard die Stirn, und wollte nochmals nachfragen. Doch da kam schon die Antwort Rikers, die Frage um die Nötigkeit von Picards Anwesenheit auf der Brücke eindeutig beantwortete: „Code Faktor eins, Sir.“

Keine Sekunde später trat der Captain aus der Tür seines Bereitschaftsraums und eilte mit zügigen Schritten zum Kommandosessel. Riker, der bereits Platz gemacht hatte, setzte sich in seinen Stuhl. „Auf den Schirm!“ befahl Picard und atmete tief ein. Code Faktor Eins! Das ofizielle Signal der Föderation für den Beginn einer feindlichen Invasion. Was auch immer kommen würde, konnte nur eine Hiobsbotschaft sein. Auf die Eingabe des vulkanischen Operationsoffiziers erschien das stark verzerrte Abbild einer Kommandobrücke. Der Kontrast und die Schärfe des Bildes schwankten unkontrolliert und immer wieder verschoben sich Teile des Bildes. Doch das, was man erkennen konnte, war erschreckend. Der Raum war verheert und stand teilweise in Flammen - und auf dem Boden lagen mindestens fünf uniformierte Personen in großen Blutlachen. Eine schwer erkennbare Person an einer Konsole im Hintergrund drehte sich um und stolperte näher an das Aufnahmegerät heran. Noch während sie über die Leichen hinüber stieg begann sie mit einer männlichen, verzweifelt klingenden Stimme zu sprechen: „Hier spricht Admiral Quaid von der U.S.S. Centaur. Diese Nachricht ist für sämtliche Starfleet-Schiff bestimmt, die sie auffangen! Eine verbündete Flotte aus Schiffen des Dominions und der Tholianer ist in den Sol-Sektor eingefallen!“
„Oh mein Gott!“ Riker riss entsetzt seine sonst zusammengekniffenen, blauen Augen auf. Picard fuhr von seinem Sessel hoch und trat mit einer steinernen Miene näher an den Bildschirm. Der statische Flachkern wich kurzzeitig von Quaids Gestalt. Die linke Gesichtshälfte des schnauzbärtigen Mannes war verkohlt und von klaffenden Fleischwunden übersäht. „Sie haben uns mit einer Flotte von über fünftausend Schiffen überrascht und die Verteidigungsperimeter bei Alpha Centauri und Wolf drei fünf neun völlig überrannt... Die feindliche Verbände kommen praktisch aus allen Richtungen. In wenigen Stunden werden sie das Sol-System erreichen, und ich fürchte, weder der Mars- oder der Jupiter-Verteidigungsring noch die dort stationierte Flotte wird sie aufhalten können ...“ keuchte der Admiral atemlos und mit einem Schmerz verzerrtem Gesicht. Im Hintergrund tauchte eine weitere uniformierte Gestalt auf, die verzweifelt auf eine eben erloschene Konsole einhämmerte. „Unsere Back-Up-Schildsysteme versagen!“ rief eine schrille weibliche Stimme. Der Admiral sah nur kurz über seine Schulter. „Ich befehle der gesamten Sternenflotte, sich im Sol-System zu sammeln! Ich wiederhole, ich befehle...“
Der weibliche Offizier brüllte, kurz bevor sie und ihre Konsole sich in einer Explosion auflösten. Auf dem Schirm der Enterpise brach die Brücke der Centaur entzwei. In einem unregelmäßigen Riss zerbarst der Boden an verschiedenen Stellen. Während die linke Hälfte der Brücke irgendwie nach oben gehievt zu werden schien, sackte die rechte nach unten ab. Der Admiral wurde in die Luft katapultiert. Er flog zappelnd durch den ganzen Raum, bis er an eine Konsole krachte und wieder zu Boden stürzte. Dann folgte ein heller Blitz und der Bildschirm wurde dunkel.
Inzwischen war auch Riker aufgestanden und starrte auf den erloschenen Bildschirm. Picard trat an die Conn heran und befahl mit ausgestrecktem Zeigefinger. „Nehmen sie Kurs auf das Sol-System! Warpfaktor 9,9!“

to be continued (aber nur, wenn das vom geneigten Leser gewünscht wird)...
 
wow Hört sich nicht schlecht an Obwohl etwas übertrieben...5000 schiffe...
mal sehen wie es weitergeht :)
 
Ich finde, das hat recht munter begonnen:
Datas Scherzversuch und so weiter - alles sehr stimmig UND:
Schön geschrieben. Haklig wird es nur an folgendem Punkt: "Wieder mal den Dominionkrieg als Ausgang für einen noch schlimmeren Konflikt-Storyline"
Diese riesigen Rahmenhandlungen sind unpassend, wie ich finde.
5000 ist tatsächlich viel, nicht aber wenn man die eventuelle verteidigung bedenkt (Obwohl Sol nicht so gut verteidigt sein wird, wie einst Cardassia Prime).


Eine Frage mußt du dir aber schon gefallen lassen: Welchen taktischen Vorteil hat man von einem Erstschlag im Solsektor?
Schaut man sich DS9 an wars ja ned soooo wichtig.

Anyway: Schön zu lesen, sowohl vom Stil als auch dem Beginn.
 
Lukas Robert D\'Anvil schrieb:
Ich finde, das hat recht munter begonnen:
Datas Scherzversuch und so weiter - alles sehr stimmig UND:
Schön geschrieben. Haklig wird es nur an folgendem Punkt: "Wieder mal den Dominionkrieg als Ausgang für einen noch schlimmeren Konflikt-Storyline"
Diese riesigen Rahmenhandlungen sind unpassend, wie ich finde.
5000 ist tatsächlich viel, nicht aber wenn man die eventuelle verteidigung bedenkt (Obwohl Sol nicht so gut verteidigt sein wird, wie einst Cardassia Prime).


Eine Frage mußt du dir aber schon gefallen lassen: Welchen taktischen Vorteil hat man von einem Erstschlag im Solsektor?
Schaut man sich DS9 an wars ja ned soooo wichtig.


entweder war der autor nachlässig oder es ist das Mysteriöse an der story :)
 
Wow, wow! Wartets doch ersteinmal ab, Leute! Denn es geht hier tatsächlich mit nichten um das DOMINION oder irgendeinen KRIEG (ja, echt!), außerdem wären die von mir geschilderten Ereignisse ja völlig NON-CANON, und ich habe mich immer bemüht, CANON zu bleiben.
Zwei weitere Teile sind übrigens längst fertig. Ich spann euch aber trotzdem noch ein wenig auf die Folter...
 
doch, das hat mir auch sehr gefallen, muss ich sagen (ich bin ja immer fürs Kriegsgeschehen zu haben
devil2.gif
),

es ist zwar etwas unlogisch, wie die große Flotte so plötzlich und wahrscheinlich auch unentdeckt in das Sol-System eindringen konnte, aber es war wirklich gut zu lesen, die Stelle am Anfang mit den _Witzen hat mir auch sehr gut gefallen :)
 
wurde ja auch Zeit, dass hier mal etwas leben in die bude kommt ;)
 
Ganz kurz mal zu was anderem (keine Sorge, die Fortsetzung kommt bestimmt).
Ich arbeite seit langem schon an etwas viel Größerem, einer eigenen Fan-Fiction-Serie (tut das nicht jeder?...). Ich habe dabei nur ein Problem: Allein meine erste, noch nichteinmal abgeschlossene PILOT-Story ist schon über 100 Seiten lang! Ich frage mich (und euch) also, wie ich sie im Netz anbieten soll!? Es wird sie sich wohl kaum einer ausdrucken wollen, und Stunden mit dem Lesen vor dem Bildschirm verbringen ist auch nicht das Wahre...
Es würde jedenfalls nicht gefallen, wenn ich die Storys drastisch kürzen müßte.
 
poste sie doch stückchenweise in einem eigenen Topic, so bleibt jedem genug Zeit sich alles durchzulesen, machst des halt im abstand von 2 Tagen oder so und dann geht des schon
 
Mal ne Frage für Zwischendurch:
Weis jemand vielleicht wo es eine neue ST-Karte gibt die, die Gebiete nach dem Dominion kriegt zeigt?
Die ich kenne sind noch von vorher!
 
dsonnscheintschee schrieb:
Mal ne Frage für Zwischendurch:
Weis jemand vielleicht wo es eine neue ST-Karte gibt die, die Gebiete nach dem Dominion kriegt zeigt?
Die ich kenne sind noch von vorher!

Wie immer, dsonn..., VÖLLIG Off-Topic, das Thema zerstörend..., hörst du die Einschläge nicht? Nee, ne?
 
ja, da muss ich 666 recht geben, die Frage hat wirklich nichts mit dem Thema hier zu tun :hmm:

warst du dir zu schade ein neues Topic zu starten?
 
"[(**[([dsonnscheintschee])]**)]" ist ein heisser anwärter auf den spam-award.

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On-Topic:

Warum schreibste deine Story nicht weiter? Sollen ANDERE die schreiben oder willst du die Story SELBST fortsetzen.. Hab ich nicht so genau verstanden...??
 
jo, wann geht es denn weiter?
oder hast du keine Lust mehr?
wäre nämlich schade drum, es ging gut los und machte spaß auf mehr :)
 
ich glaub der meint das so, dass die forums-leute da dran weiter schreiben sollen... oder?
 
poste sie doch stückchenweise in einem eigenen Topic
Nö, nö, BORGKILLER, ich habe keinsefalls vor, meine Fan-Ficition-Serie in einem Forum zu posten! Ich mache das, wie's sich's gehört: Sie bekommt eine eigne, exklusive Website!
jo, wann geht es denn weiter?
oder hast du keine Lust mehr?
wäre nämlich schade drum, es ging gut los und machte spaß auf mehr
Na gut! Ich gebe mich geschlagen! Das "auf die Folterspannen" hat ja nicht lange vorgehalten.
Auf allgemeinen Wunsch ;)
hier also die Fortsetzung meiner kleinen Fortsetzungsgeschichte...
devil2.gif
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tantalus schrieb:

Na gut! Ich gebe mich geschlagen! Das "auf die Folterspannen" hat ja nicht lange vorgehalten. Auf allgemeinen Wunsch hier also die Fortsetzung meiner kleinen Fortsetzungsgeschichte...

Ähm, ich habe nicht gesagt, dass der gehjsha-shit gut ist... ich habe nur gefragt, wie du dir das vorstellst und wie das weitergehjt mit dem mülltopic hier...

ownt... hom0!

DEMEROLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLLL!!!!!!!!!!!!!
 
Was bisher geschah:

Data und Geordie treffen sich im Techniklabor, um die ENTERPRISE-E auf den Eintritt
in die gefährliche Susperion-Verwerfung vorzubereiten, die trotz ihrer Lage innerhalb der Föderation bisher unerforscht blieb. Da auf der Erde der erste April ist, glaubt Data, er müsse seinem Freund Data einen Streich spielen. Der ist davon aber nicht sonderlich begeistert.
Die Brückencrew erhält unterdessen eine Nachricht von der Starfleet: Der schwer verletzte Admiral Quaid berichtet, dass das Dominion in den Sol-Sektor einzufallen droht, kurz bevor dessen Brücke explodiert.

Captain Picard trat an die Con heran und befahl mit ausgestrecktem Zeigefinger. „Nehmen sie Kurs auf das Sol-System! Warpfaktor 9,9!“
Der bolianische Navigator starrte scheinbar apathisch auf seine Kontrollen und machte keine Anstalten, zu reagieren. Der Vulkanier neben ihm an der Ops wies ihn in einem strengen Ton an: „Ensign Axxon! Leisten sie dem Befehl des Captains folge!“ Der Bolianer sah langsam zu dem Ops-Offizier hinüber. Seine Mine verhieß, dass er gleich in Tränen ausbrechen würde. „Das kann doch nicht sein, Nyvolok!“ So schwer es Picard auch fiel, er zwang sich trotz der Verzweiflung, die sich in im regte, streng zu klingen. „Es ist nun mal passiert, Ensign! Und wenn sie jetzt nicht den Kurs berechnen, können wir nicht verhindern, dass noch mehr passiert!“ Axxon drehte sich kurz zum Captain um bellte: „Das meine ich doch gar nicht!!!“ Er drehte sich stocksteif wieder zurück und betätigte seltsam routiniert einige Kontrollfelder. Kurz darauf erschien auf dem Hauptschirm ein neues Bild: Ein Ausschnitt der gewaltigen Front der Susperion-Verwerfung, die leuchtete wie die Corona eine Sonne, aber dabei viel flüssiger wirkte. Und da sahen Picard, Riker und die anderen Anwesenden, was Axxon meinte: Erst tauchte nur ein winziger, schwarzer Punkt vor der magma-ähnlichen Wand auf. Doch innerhalb von Augenblicken gesellten sich zu ihm immer mehr Punkte hinzu. Schon nach einigen Sekunden sah das Bild mit seinem gleißend hellen Hintergrund und den tausenden von schwarzen Punkten aus wie das Negativ eines Sternenhimmels. „Das ist doch nicht das, wofür ich es halte?!“ brachte Riker fassungslos hervor.
„Vergrößern!“ wies der Captain Axxon an. Eine Sekunde später stockte jedem einzelnen der Atem – selbst dem Vulkanier Nyvolok. Über den Bildschirm glitten mehrere Verbände von Jem‘Hadar-Schiffen hinweg, gefolgt von zwei trägen, cardassianischen Kreuzern und einem Schwarm von um die eigene Achse rotierenden, tholianischen Raumern. „Das müssen tausende sein!“ stieß Riker fassungslos hervor. „Bisher viertausendsiebenhundertzweiundneunzig, um genau zu sein, Sir!“ erwiderte Nyvolok, der schnell wieder zu seiner Selbstbeherrschung zurückfand und wieder damit begonnen hatte, fleißig auf seinen Kontrollen herum zu tippten.
„Hahaha!“ Eine schallende, männliche Stimme warf unnatürliche Echos in der Brücke. Picards Augenbrauen zuckten in die Höhe. „Typisch Vulkanier, nicht war, Captain?“
Der Bildschirm wurde wieder dunkel und verschluckte einen heranrauschenden Verband von bizarr gebauten Breen-Schiffen. An seine Stelle trat zur allgemeinen Verblüffung die komplett intakte Brücke der U.S.S. Centaur! Ein völlig gesunder Admiral Quaid trat mit hinter dem Rücken verschränkten Armen heran und lächelte den Anwesenden schief zu. „April, April!“ Riker und Picard sahen sich völlig perplex an, genauso wie Axxon und Nyvolok und andere Crewmitglieder. Dann sahen die beiden zu ihren beiden Vorgesetzen. Schließlich blickten alle, wenn auch widerstrebend, wieder zurück zum Bildschirm. Doch kurz vorher hatte Quaid dort lächelnd beide Arme in die Höhe gehoben und mit beiden Händen geschnippt. Ein unverwechselbares, gleißendes Licht hüllte ihn nun ein - und er verschwand. Gleichzeitig erschien wieder das UFP-Symbol. Keine Sekunde später wiederholte sich der Lichtblitz mitten auf der Brücke der Enterprise, genau zwischen der Steuerkonsole und dem Sichtschirm. Der Mann, der nun anstelle von Quaid in der Admiralsuniform steckte, war den Senior-Offizieren nur zu gut bekannt. Picards Gesicht wurde von unbeherrschter Wut verzerrt. Mit einer Stimme, die wohl jedem anderen Humanoiden die größte Furcht vor dem Captain eingeflößt hätte, presste er heraus: „Q!!!“

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„Q!!!“ presste Picard heraus, mit einer Stimme, die wohl jedem anderen Humanoiden die größte Furcht vor dem Captain eingeflößt hätte.
Der Allmächtige aber reagierte, als hätte Picard eine Begrüßungsformel ausgesprochen und breitete feierlich die Arme aus: „Mon Capitan!“
Riker trat hinter Picard hervor und fuhr in an: „Verdammt, Q! Was sollte das Spielchen gerade?“
Q schien gekränkt zu sein und erwiderte trotzig: „Das war doch kein Spielchen, Commander!“ Wieder schickte er sich an, zu schnippen.
„Das hier“ einen Moment später saßen sich Picard und Riker an einem kleinen, hölzernen Schachtisch mitsamt Figuren und Stoppuhr gegenüber. Picard hatte seinen Ellbogen auf die Platte und sein Kinn in die Hand gestützt und Riker machte eben einen Zug. Beide wirkten - wohl eher unfreiwillig – wirklich konzentriert.
„ist ein Spielchen!“. Picard und Riker sahen auf und blickten orientierungslos um sich. Dann setzte der Captains aber wieder seine wütende Grimasse auf und sprang so energisch von seinem Stuhl, das dieser beinahe umgekippt wäre. „Q! Ich verlange eine Antwort! Was sollte diese Farce?“
Q machte ein ganz und gar unschuldige Gesicht, zuckte mit den Schultern und antwortete: „Was meinen sie denn mit ‚Farce’? Das war ein Aprilscherz! Ihr Menschen tut so etwas doch am ersten April, oder etwa nicht!? Admiral ‚Quaid‘ hat mir besonders gefallen.“
Er gestikulierte mit den Händen. „Q, Quaid! Quaid, Q! Verstehen Sie?“ „Also, ich habe schon amüsantere Scherze erlebt!“ meinte Riker. Q achtete gar nicht auf ihn und trat stattdessen an das Schachbrett, rieb sich am Kinn und ließ ein kurzes „Hm...“ erklingen. „Ein schlechter Zug, Commander!“
Er beugte sich vor, zog einen der schwarzen Bauern und meinte selbstgefällig lächelnd: „Hah, Schach Matt!“ Sofort darauf verschwanden der Tisch und die Stühle wieder dahin, wo sie hergekommen waren. Picard schnaubte nur. Er ließ sich schon lange nicht mehr von Q’s Zaubertricks beeindrucken.
„Das Ganze war weder komisch noch unterhaltsam. Sollte das etwa das Produkt eines allmächtigen Wesens gewesen sein? Selbst so ‚winzige‘ und ‚unbetende‘ Wesen wie wir haben einen besseren Humor. Q! Ich rede mit ihnen!“ Q hörte überhaupt nicht zu, sondern blickte sich suchend auf der Brücke um - was natürlich nur Schauspielerei war, denn ein allmächtiges Wesen wie er würde sich wohl nie auf so primitive Sehorgane wie die menschlichen Augen verlassen. „Oh, wo ist denn ihr tollwütiger Freund? Sie wissen schon, das Zwergengehirn? Ohne den kann das ganze ja keinen Spaß machen!“ Wieder einmal setzte er an, um seine Kräfte einzusetzen. Picard trat hastig auf ihn zu und rief. „Q! Nicht!!“ Der zuckte nur mit den Schultern und schnippte.
 
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