Cloverfield (1-18-08 von J.J. Abrams)

Soweit ich das mitbekommen habe ich das ein Monsterfilm komplett im Dokumentar-Stil. Soll also so sein, dass der Protagonist das ganze filmt. Klingt erstmal ganz interessant, aber auch nach jeder Menge Kameragewackel.
 
Und wenn du die imdb-Seite richtig gelesen hättest, wüsstest du das es sich bei diesem Titel um eine Fake handeln soll.
 
So, grad im Kino gesehen und für sehenswert befunden. Würde momentan sagen 8,5/10, das kann sich aber bis morgen noch ändern wenn ich Zeit hatte drüber zu schlafen.

Ausführliche Bewertung kommt morgen in meinem Blog.
 
Wie angekündigt das Review.

Wenn ein Film schon im voraus derart gehypt wird, dann hat er es meist schwer mit den Erwartungen mithalten zu können. Vielleicht bekommt es dem Film deshalb so gut, dass man kaum etwas über ihn weiß, außer das er im Amateurkamerastil gedreht wurde, vergleichbar mit Blair Witch (Vergleiche mit Michael Bay hingegen sind unangepasst). Und tatsächlich fängt der Film auch genauso ein, mit einer Einblendung das dies der Inhalt einer bei Ground Zero gefundenen SD-Karte sei.

Den Anfang kennt man bereits teilweise aus dem Trailer. Der Film beginnt mit einem Pärchen, dass die Abschiedsfeier für ihren besten Freund/Bruder organisiert, der nach Japan fliegt. Auf der Party wird die Kamera dann einem Freund übergeben, der eigentlich Abschiedgrüße aufnehmen soll, der aber letztlich alles andere filmt außer eben jene Glückwünsche ;). Dies dient natürlich nur dazu, die Hauptcharaktere zu etablieren. Während der Feier kommt es plötzlich zu einer Art von Erdbeben, eben jenem Ereignis, dass bereits aus dem Trailer bekannt ist, und mit dem abgerissenen Kopf der Freiheitsstatue endet. Daraufhin sieht man Gebäude einstürzen und es kommt zu einer 9/11esquen Staubwolke, und die Protagonisten versuchen in 9/11 Manier aus Manhatten zu fliehen, und begegnen auf der Flucht den verschiedensten Monstern).

Was dem Film unglaublich zu gute kommt, ist eben jene amateurhafte Kameraführung welche ihm große Authenzität verleihen. Das Monster wird niemals komplett gezeigt und behält seine Mysteriösität den ganzen Film über. Genial fand ich - auch wenn ihr das vielleicht anders sehen werdet - wie der Regisseur mit den Vorstellungen des Zuschauers spielt. Denn je nachdem aus welcher Perspektive und welcher Ausschnitt vom Monster gezeigt wird, lässt das Monster anders aussehen. Am Anfang im Newsbericht sieht das Monster dem Emmerich Dinosaurier-Godzilla noch recht ähnlich, wird jedoch von mal zu mal interessanter je mehr Puzzleteile der Zuschauer zu Gesicht bekommt. Vorallem aber die Darsteller sind es, die dem Film einen Sinn von Bedrohung, Angst und Panik verleihen, und einem selbst bei einem PG-13 (bzw. Wahrscheinlich FSK-12) die Fingernägel in den Armlehnen bohren lässt. Und dabei ist der Film keineswegs unblutig, es wird nur halt nicht draufgehalten. Richtig überraschend war hier vorallem der Blutspritzer auf der Linse, der dort auch solange bleibt bis ihn einer der Darsteller wegwischt.

Ganz und garnicht amateurhaft war hingegen der Ton. Gerade am Anfang während der Partyszene wollte ich fast schon jemanden mit Popcorn bewerfen weil ich dachte sein Handy klingelt, nur um zu merken das es vom Soundtrack kommt. Da der Film ein Artefakt darstellen soll, kommt er zwar jegliches Musik scheinbar aus der Umgebung (also von der Party etc) – bis auf dem Abspann mit einer sehr genielen Overtüre passend genannt ROAR!! – aber trotzdem rumpelt es kräftig wenn das Monster Gebäude zertrümmert oder das Militär versucht das Monster mit Panzern Herr zu werden. Man merkt halt das die Leute von der Skywalker Soundfarm am Werk waren.

Um zu einem Fazit zu kommen, wer einen Actionfilm in Emmerichs Godzilla Manier erwartet wird ohne Frage sehr enttäuscht werden. Der Film folgt seinen Protagonisten bei ihrer Flucht durch Manhatten und ist dabei sehr spannend, und schafft es dabei auch ohne Laute Geräusche für ordentliche Schockmomente zu sorgen, vorallem die Szenen in denen die Leute durch die dunklen Metro Tunnel gehen gehört mit zu den besten.

Insgesamt würde ich dem Film 8,5/10 Punkten geben, und hoffe dass auf der HD-DVD (ist ein Paramount Film) dann ordentlicht Artwork zum Monter zu finden sein wird.

Blogeintrag
 
Ach beide?
Hmm, irgendwie auch wieder schade.
Wie war das doch gleich? Sieht man das Monster überhaupt genug, um einen wirklichen Eindruck seines Aussehens zu bekommen?
 
Mich würde vor allem interessieren, ob wirklich die Gefahr besteht, einen Vertigo zu erleiden bei dem Gewackle. Ich bin nämlich etwas anfällig, was das betrifft. Mit "etwas" meine ich "Event Horzion" im Kino, wo am Anfang die (rotierende) Kamera von der (rotierenden) Station weg zoomt. Müsst ihr übrigens auch mal machen...Ach ne, geht ja nicht mehr...nicht ohne ZEITMASCHINE!:hmm:
 
Mich würde vor allem interessieren, ob wirklich die Gefahr besteht, einen Vertigo zu erleiden bei dem Gewackle. Ich bin nämlich etwas anfällig, was das betrifft. Mit "etwas" meine ich "Event Horzion" im Kino, wo am Anfang die (rotierende) Kamera von der (rotierenden) Station weg zoomt. Müsst ihr übrigens auch mal machen...Ach ne, geht ja nicht mehr...nicht ohne ZEITMASCHINE!:hmm:

Ich hab den Film damals im Kino geguckt und fand das total freakig.
 
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